Pauline Drünert und Alexandra Lupidi

Stroh zu Gold spinnen?  Das ist eine Kunst die mir wohlgefällt.

Es ist der Schlüsselsatz des Rumpelstilzchmärchens, denn es  erzählt auf seine Art vom Künstlersein und von dem Geheimnis aller künstlerischer Kreativität.

Der Künstler als Müllerstochter, eingesperrt in einer Kammer voll mit roher sperriger Materie, die verwandelt werden will in etwas glänzendes scheinendes, kostbares. Gar nichts versteht sie von der Kunst, denn der Verstand hilft hier nicht weiter.

Der Künstler ist jedoch zugleich auch der Dämon, der zu nachtschlafender Zeit den geheimnisvollen Faden spinnt zwischen stumpfer Stofflichkeit und schönem Schein.

Ist aber auch zugleich der König, dessen Herz nur immer goldgieriger wird und der die arme Müllerstochterseele treibt von einem Strohhaufen zum nächsten, von einer Schöpfung zur andern; nach der Kreation ist immer vor der Kreation.

Dies alles hat jedoch seinen Preis, vin dem der König nichts weiß - oder nichts wissen will. Es ist die Seele, die ihn bezahlen muß und wenn sie nichts mehr zu geben hat, geht's ans leben: "Etwas lebendiges ist mir lieber als alle Schätze der Welt"

Die arme Müllertochterseele sitzt in der Zwickmühle. Hier die goldgier des Egokönigs, dort der Dämon, der ihr stets zu Diensten ist und damit immer mehr Macht über sie gewinnt.

Ja, wenn man den Namen wüsste des Wesens, das einem zugleich behilflich ist und zugleich so gefährlich werden kann.. seine Natur, wes Geistes Kind ...vielleicht ließe er ja reden mit sich?

Nun, das Märchen findet seine märchenhafte Lösung - das Ende ist immer gut, nicht wahr? - und wenn es nicht gut ist? Ist es eben nicht das Ende ...

 

Für Kinder ab 7 Jahren und Erwachsene

Das Stück Gold zu Stroh spinnen wird in der französischen Orginalfassung  aufgeführt und wird zum  Verständnis auf deutsch erläutert.

 Dauer: 1 Stunde


Inszenierung und Regie: Ilka SCHÖNBEIN


Figurenspiel: Pauline DRÜNERT


Musik und Spiel: Alexandra LUPIDI


Komposition: Alexandra LUPIDI


Figuren: Ilka SCHÖNBEIN

Bühnenbild: Suska KANZLER


Regieassistenz: Anja SCHIMANSKI, Britta ARSTE


Lichtdesign und Beleuchtung: Anja SCHIMANSKI

Produktion: Theater Meschugge.
Management: Le Ksamka.
Coproduktion und Residenz: Festival Mondial des Théâtres de Marionnettes de Charleville-Mézières, Frankreich, Scène Nationale Sète, Theater L’Agora,
Billere, Theater FADENSCHEIN, Braunschweig, Finanzielle Unterstützung durch DRAC Ile de France,